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StartseitePraxisFachbeiträgeHygienische Trinkwassererwärmung nach Bedarf
Bild: Reflex18. Juni 2026
Frischwasserstationen bieten gegenüber Trinkwasserspeichern eine Reihe von Vorteilen. Sie beanspruchen weniger Fläche, werden höchsten hygienischen Anforderungen gerecht, sind effizient und stellen nur so viel Wasser zur Verfügung, wie auch tatsächlich benötigt wird. Zudem sind sie flexibel integrierbar und zu einem Gesamtsystem erweiterbar. Zu den weiteren Vorteilen, mit denen sich dieser Beitrag befasst, zählen: Eine beschleunigte Montage und leichte Tauschbarkeit von Ersatzteilen.
Die Verfügbarkeit von Wasser ist eine Selbstverständlichkeit – die von warmem Trinkwasser auf Abruf ebenso eine Notwendigkeit im Alltag. Ob für das Händewaschen, Duschen, Baden oder die Küchenarbeit, der sofortige Zugang ist entscheidend. Ein zentraler Aspekt der Trinkwasserversorgung ist die Hygiene. Trotz technologischer Fortschritte bergen traditionelle Systeme mit stehendem Wasser stets ein Potenzial zur Vermehrung gesundheitsschädlicher Keime. Hier bieten Frischwasserstationen eine entscheidende Lösung: Ihre Konstruktion ermöglicht die bedarfsgerechte und damit sofortige Bereitstellung hygienisch einwandfreien Trinkwassers, ganz ohne Bevorratung. Dies trägt maßgeblich dazu bei, die Anforderungen der Trinkwasserverordnung zu erfüllen, die bis zur Entnahmearmatur umfassende Regelungen zur Gefährdungsanalyse und Risikobewertung vorschreibt.
Zu einer Frischwasserstation gehören fünf Basisbausteine: ein Wärmetauscher, eine Pumpe, ein Temperaturfühler, ein Regler und ein entsprechender Pufferspeicher. Auf Abruf stellt die Station warmes Trinkwasser bereit: Im Wärmetauscher wird Trinkwasser, durch das im Gegenstromprinzip fließende Heizungswasser aus dem Pufferspeicher, auf die voreingestellte Temperatur erwärmt. Einen sehr großen Vorteil bietet dabei die Minimierung des Volumens. Denn dadurch ist ein hoher hygienischer Standard, zum Beispiel gegen die Ausbreitung von Bakterien, wie Legionellen, sichergestellt. Je nach Größe kann die Frischwasserstation in Wohngebäuden, aber auch in größeren öffentlichen Bauwerken zum Einsatz kommen, wo ein hohes Maß an Hygiene gefordert ist.
Anbieter wie Reflex können die Frischwasserstation auf Wunsch direkt im Komplettsystem anbieten. Dafür wird die Frischwasserstation mit einem Pufferspeicher, einem Heizkreisverteiler und Plug & Play-Anschlusszubehör ergänzt, so dass Konfiguration und Aufwand bei Installationen signifikant reduziert werden können. Die Komponenten sind ideal aufeinander abgestimmt. Daraus resultiert eine Zeit- und Kostenersparnis für Installateure und Planer. Sowohl die Frischwasserstation als auch den Pufferspeicher und Verteiler gibt es in unterschiedlichen Größen. Neben dem Komplettsystem ist es natürlich auch möglich, einzelne Module oder Kombinationen zu erhalten, die erweitert werden können, zum Beispiel durch Heizstäbe.
Für kleinere bis mittelgroße Anlagen bieten sich Frischwasserstationen des Typs „Reflex Hydroflow“ an, die für Großanlagen kaskadiert werden können. Sie sind vor allem für Anwendungen, die besondere hygienische Anforderungen aufweisen, wie Krankenhäuser, Altenheime, Sporthallen oder Schulen geeignet. Hier sieht die Trinkwasserverordnung strenge Auflagen vor, unter anderem, dass bei der Nutzung von Trinkwasser in öffentlichen oder gewerblich genutzten Einrichtungen, bei der es wie beim Duschen zur Verneblung kommt, eine Untersuchungspflicht und Vorkehrung bei der Legionellen-Bildung besteht. Doch auch im privaten Sektor bietet sich der Einsatz der Frischwasserstation an. Endverbraucher profitieren von einer komfortablen und sicheren Trinkwasserversorgung.
Der „Reflex Hydroflow“ bevorratet kein Warmwasser, sondern arbeitet „auf Abruf“ – so ist das Risiko der Bildung einer gesundheitsschädigenden Konzentration von Bakterien im Vergleich zu alternativen Bevorratungssystemen deutlich reduziert. Das Wasser wird in der Station erwärmt und steht dann den Nutzereinheiten im Haus zur Verfügung. Auch das Verkalkungsrisiko ist geringer, wenn bei Betriebspausen das Wasser schnell abkühlt. Da am Wärmetauscher die Kaltleitung oben und die Warmleitung unten angeschlossen ist.
Es gibt drei Betriebsmodi, mit denen das Warmwasser zur Verfügung gestellt wird. Bei der thermischen Bereitstellung wird das Wasser im Strang warmgehalten. Dank des Reglers ist dabei ein konstantes Temperatur-Niveau möglich. Die zweite Option basiert auf Anforderung: Erst wenn es einen Zapfimpuls in Richtung Frischwasserstation gibt, springt die Pumpe an. Bei diesem Betriebsmodus ist eine spürbare Energieeinsparung möglich. Im Dauerbetrieb, der dritten Option, ist die Pumpe konstant an. Über einen Timer am Regler kann sie auf bestimmte Laufzeiten limitiert werden. Der Regler überwacht alle Sensoren, Temperaturfühler und Pumpen in der Station sowie dessen Zubehör.
Dabei stellt der Regler sicher, dass alle physikalischen Parameter, wie der Volumenstrom oder die Temperaturen, optimal eingestellt sind. Bei Bedarf justiert er nach und sorgt so für einen hohen Komfort auf der Nutzerseite. Hygiene ist ein wichtiger Faktor: Über integrierte Programme kann bei Bedarf die Temperatur in den Rohrleitungen auf 70 ⁰C für eine thermische Desinfektion hochgefahren werden.
Frischwasserstationen beanspruchen deutlich weniger Fläche als ein konventioneller Trinkwasserspeicher, sind also ideal für beengte Platzverhältnisse. Durch optionale Verrohrungssets und dank Plug & Play erfordern Installation und Inbetriebnahme einen verringerten zeitlichen Aufwand. Auch der Wartungsaufwand entfällt nahezu vollständig, da beispielsweise keine Anoden gewechselt werden müssen. Zusätzlich wird ein umfangreiches Zubehör an elektrischen Heizstäben angeboten sowie passend konfektionierte Rohrsets, wodurch die Montage erheblich beschleunigt wird. Die Frischwasserstation ist auf Langlebigkeit ausgerichtet, Ersatzteile lassen sich schnell tauschen. Die Stationen sind mit einer hochwertigen EPP-Dämmung ummantelt. Ist die Station in Betrieb, ist dies kaum wahrnehmbar, so leise arbeitet sie.
Autor: Adam Zuchowski, Produktmanager Energie & Wasserspeicher, Reflex
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