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Neue Förderbedingungen ab 2023



Neue Förderbedingungen ab 2023Bild: Bundesanzeiger
Bild: Bundesanzeiger 
Bild: L. Wiesemann 
Bild: co2online 

15. März 2023

Teil II: Anlagentechnik (außer Heizung), Heizungsoptimierung und Fachplanungsleistungen im BEG EM
Anfang Januar 2023 wurde die Bundesförderung für effiziente Gebäude – kurz BEG – angepasst. Im ersten Teil dieses Beitrags1) haben wir die für das SHK-Handwerk weitreichenden, relevanten Förderkonditionen beim Kesseltausch beleuchtet. Im BEG EM wird aber auch der Einbau von Anlagen zur Erhöhung der Energieeffizienz von Bestandsgebäuden mit Zuschüssen gefördert. Ebenso Maßnahmen zur Optimierung bestehender Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden. Außerdem energetische Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen im Zusammenhang mit der Umsetzung geförderter Maßnahmen. Darüber berichten wir im zweiten Teil dieses Artikels.

Starten wir mit dem Punkt „Anlagentechnik (außer Heizung)“. Gefördert wird der Einbau von Anlagentechnik in Bestandsgebäuden zur Erhöhung der Energieeffizienz des Gebäudes. Dazu gehört der Einbau, Austausch oder die Optimierung raumlufttechnischer An-lagen inklusive Wärme-/Kälterück-gewinnung. Dabei ist zu beachten, dass die Systeme bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich der Effizienz einhalten müssen. Das betrifft den Wärmebereitstellungsgrad bei Wärmeübertragern, Anforderungen an die maximale spezifische Leistungsaufnahme von Ventilatoren, die Luftdichtheit von Lüftungsanlagen usw. Bei der Auswahl der Komponenten sowie der Konzept­erstellung gilt es, diese Vorgaben zu beachten.
Bei Wohngebäuden ist der Einbau digitaler Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung bzw. zur Verbesserung der Netzdienlichkeit der technischen Anlagen des Gebäudes („Efficiency Smart Home“) förderfähig. Dazu gehören klassische Systeme zur Auswertung und Visualisierung von Ener­gieflüssen oder -verbräuchen ebenso wie Systeme zur Betriebsoptimierung. Aber beispielsweise auch elektronische Heizkörperthermostate, die Integration von Luftqualitätssensoren, elektronische Heizkostenverteiler oder Wärmemengenzähler sowie Smart-Meter.
Bei Nichtwohngebäuden ist der Einbau von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik zur Realisierung eines Gebäudeautomatisierungsgrades förderfähig. Wichtig: Dabei muss mindestens die Klasse B nach DIN V 18599-11 erreicht werden. Bei Nichtwohngebäuden werden außerdem Kältetechnikanlagen zur Raumkühlung sowie der Einbau energieeffizienter Innenbeleuchtungssysteme gefördert.
Nicht gefördert werden Eigenbauanlagen und Anlagen, die in weniger als vier Exemplaren (Prototypen) betrieben werden sowie gebrauchte Anlagen. Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen beträgt jeweils 2000 Euro (brutto). Der Standard-Zuschuss beträgt 15%. Bei Umsetzung einer Maßnahme im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist ein Bonus in Höhe von 5% möglich.
Wichtig: Im Gegensatz zum Heizungstausch mit Erneuerbaren Energien oder zum nachfolgenden Punkt Heizungsoptimierung reicht eine Fachunternehmer-erklärung als Nachweis gegenüber dem BAFA beim Punkt „Anlagentechnik (außer Heizung)“ nicht aus. Vielmehr bedarf es neben weiteren Nachweisen der Bestätigung eines Experten aus der Energieeffizienz-Experten-Liste (www.energie-effizienz-experten.de).

Heizungsoptimierung
Fürs SHK-Fachhandwerk relevant dürfte der Punkt Heizungsoptimierung sein. Gefördert werden sämtliche Maßnahmen zur Optimierung bestehender Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden mit höchs­tens 5 Wohneinheiten bzw. bei Nichtwohngebäuden mit höchstens 1000 m2 beheizter Fläche. Zu beachten ist dabei, dass der Wärmeerzeuger bei fossiler Brennstoffversorgung nicht älter als 20 Jahre sein darf.
Zu den förderfähigen Maßnahmen gehören der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage (nach Verfahren B) inklusive der Einstellung der Heizkurve sowie beispielsweise der Austausch von Heizungspumpen, die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung oder auch Maßnahmen zur Absenkung der Rücklauftemperatur bei Gebäudenetzen. Bei Einrohrsystemen sind Maßnahmen zur Volumenstromregelung förderfähig, ebenso der Umbau auf ein Zweirohrsystem.

Auch wird der Einbau von

  • Flächenheizungen oder Niedertemperaturheizkörpern,
  • Wärmespeichern im Gebäude oder gebäudenah,
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechniken,
  • elektronisch geregelten Durchlauferhitzern sowie
  • die Dämmung von Rohrleitungen bezuschusst.

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen beträgt 300 Euro (brutto), der Standard-Zuschuss 15%. Bei Umsetzung einer Maßnahme im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) ist auch hier ein Bonus in Höhe von 5% möglich. Auch hier gilt es, die technischen Mindestanforderungen einzuhalten. Bei Fußbodenheizungen etwa darf die maximale Vorlauftemperatur im Auslegungsfall 35°C nicht überschreiten, bei Niedertemperaturheizkörpern sind es
maximal 5°C.

Fachplanung und Baubegleitung
Gefördert werden energetische Fach-planungs- und Baubegleitungsleistungen im Zusammenhang mit der Optimierung der Anlagentechnik oder einer Heizungssanierung mit Erneuerbaren Energien durch einen gelisteten Energieberater. Hierzu zählt auch eine akustische Fachplanung, etwa für Luft/Wasser-Wärmepumpen, Klimageräte, Lüftungsanlagen, Klein-Windenergieanlagen sowie nicht genehmigungsbedürftige KWK-Anlagen. Der Fördersatz beträgt 50% und ist gedeckelt auf 5000 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern, bei Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohneinheiten auf 2000 Euro pro Wohneinheit, insgesamt auf maximal 20.000 Euro (jeweils brutto).

Schlussbemerkung
Generell setzt die Förderung der genannten energetischen Sanierungsmaßnahmen voraus, dass die Anforderungen des geltenden Ordnungsrechts, insbesondere auch hinsichtlich des Stands der Technik, sowie die in der Anlage zur BEG-Richtlinie festgelegten technischen Mindestanforderungen erfüllt sind. Detaillierte Informationen zu den förderfähigen Maßnahmen enthält ein Infoblatt des BAFA (Kurzlink: bit.ly/3QIt1zk).


1) Siehe Bericht „Neue Förderbedingungen ab 2023“ in IKZ 1/2023 oder online auf www.ikz.de.





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