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Modulares Bauen mit vorgefertigten Sanitärwänden und -schächten



Modulares Bauen mit vorgefertigten Sanitärwänden und -schächtenBild: Frank Peterschröder
Bild: Frank Peterschröder 
Bild: Matthias Ibeler 
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Bild: Matthias Ibeler 
Bild: Matthias Ibeler 
Bild: TECE 

23. Mai 2023

Die damit verbundenen Vorteile für Bauherr, Architekt, Planer und Installateur sprechen für sich
Fachkräftemangel, Zeitdruck und sprunghafte Kostenentwicklungen lassen das modulare Bauen mit vorgefertigten Baugruppen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Vor allem der Einsatz industriell vorgefertigter Sanitärwände und -schächte steigert das Tempo und die Sicherheit im Planungs- und Bauprozess ganz erheblich. Die Folge für Planer und Installationsbetrieb: Ersparnis von Montage/Bauzeit, Geld und Manpower – bei Neubauten ebenso wie bei Sanierungsprojekten.

Bei welchen Objekten lohnt sich die serielle Vorfertigung?
Es liegt auf der Hand, dass die Vorteile des modularen Bauens in der Planungs- und in der Bauphase mit der Größe des Ob-jekts immer stärker zum Tragen kommen: So bieten sich vorgefertigte Sanitärwände im Mehrgeschoss-Wohnungsbau und Hotels an, ebenso in Senioren- oder Studentenwohnheimen und gewerblichen Objekten wie Bürogebäuden. Das gilt für den Neubau ebenso wie für die Sanierung. Wo früher Installateure und Trockenbauer Hand in Hand und in engen Bädern Sanitär-Vorwände und -Schächte aus hunderten von Einzelteilen zusammengebaut haben, kommen diese heute komplett vorgefertigt auf die Baustelle.
In Anlehnung an die Automobilindustrie spricht man auch von „Bauen-on-Demand“: Baugruppen werden maßgeschneidert für jeden einzelnen Installationsort komplett vormontiert zum richtigen Zeitpunkt angeliefert. An Ort und Stelle werden sie nur noch ausgerichtet, am Baukörper fixiert und die Rohrleitungen miteinander verbunden. Je mehr Einbauteile wie Zähler- und Absperrarmaturen, Entlüftungsgeräte, Heizkreisverteiler oder Frischwasserstationen schon vormontiert werden, desto vorteilhafter ist der Kostenvergleich zur konventionellen Bauweise.

Wie sieht der Zeitvorteil in der Praxis aus?
„Durch den Einsatz vorgefertigter Installationswände sparen wir auf der Baustelle gegenüber der konventionellen Bauweise 30 bis 40 Prozent der Arbeitszeit ein. Anstelle von vier bis sechs Leuten benötigen wir nur zwei Monteure zum Aufstellen“, erklärt Stefan Wagener. Der Geschäftsführer der modulbauservice GmbH (Hamburg) und TECE-Partner verweist am Beispiel eines Neubauprojektes bei Berlin auf die hohen Taktraten: „Wir bekommen hier pro Lieferung 33 bis 36 Sanitärwände. Für deren Aufstellung benötigen wir nur zweieinhalb Tage, dann sind 18 Bäder bereit für die Beplankung.“
Ähnliche Erfahrungen zeigen sich im Sanierungsbereich. Michael Hüppe, Architekt für den Umbau des arthotel bakker auf der Nordseeinsel Borkum mit 45 Bädern, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: „Für einen bestimmten Zeitraum hätten wir die dreifache Manpower benötigt.“ Am weiteren Beispiel eines Sanierungsprojektes mit 48 Wohneinheiten, zwei Steigsträngen, zwei halbhohen Wandvarianten und vier Schachtvarianten (Heizung, Trinkwasser, Abwasser und Lüftung) nennt Hersteller TECE eine Gesamtzeitersparnis von 51% im Vergleich zu konventioneller Bauweise.

Wie läuft der Planungsprozess ab – und wie unterstützt TECE?
Vorab: Um möglichst viele Vorteile des modularen Bauens mit vorgefertigten Sanitärwänden zu nutzen, sollten diese schon in Leistungsphase zwei oder drei in Betracht gezogen werden.

  • Im ersten Schritt wird ein genaues Anforderungsprofil erstellt. Dabei bewährt sich die frühzeitige Beteiligung des Systemanbieters: Zusammen mit Architekt und TGA-Planer werden die individuellen Anforderungen des Projektes aufgenommen. TECE liefert in dieser Phase unterstützend darauf zugeschnittene Lösungsmöglichkeiten. So entsteht ein abgestimmtes, indi-viduelles Konzept für die gewünschten Sanitärwandtypen. Bei Bedarf wird bereits in dieser Phase ein Prototyp erstellt. Die Beteiligung eines Systemanbieters in dieser frühen Phase ist wichtig, weil zum Beispiel auch Sanitärwände als Trennwand noch berücksichtigt werden können.
  • TECE als Systemanbieter konfiguriert für die modularen Sanitärwände alle Baugruppen. Damit entfällt für den Fachplaner die komplexe Detailarbeit der Massenermittlung – von der Schallschutz-Rohrschelle bis zum letzten Meter der Trockenbau-Unterkonstruktion.
  • Thema Brand- und Schallschutz: Die Anforderungen werden im Modulbau quasi systematisch erfüllt. So lässt sich der Komplex aus Anforderungen, Normierungen und Baukoordination für den Sanitärbereich schnell erledigen. Nach einer Detailbetrachtung – das kann auf dem Papier oder vor Ort sein – entscheiden sich die Projektbeteiligten lediglich für eine der beiden brandschutztechnischen Lösungen des Systemanbieters:
    – entweder die klassifizierte TECEsys­tem-Brandschutzlösung im Deckenschottprinzip
    – oder die Installationsschachtlösung in Verbindung mit einer maschinell eingebrachten Einblasdämmung aus geflockter Mineralwolle, wobei die Sanitärwände nach der Beplankung von einem zertifizierten Unternehmen mit einer Einblasdämmung verfüllt werden.
  • Ausschreibung: Alle notwendigen Unterlagen und Leistungsbeschreibungen erstellt der Systemanbieter für jeden Wandtyp und übergibt sie an den Fachplaner. Man unterscheidet in Wandtypen und den jeweils individuellen Sanitärwänden, die auf dieser Basis vorgefertigt werden. Ein Wandtyp kann z.B. „Schacht mit halbhoher Vorwand rechts“ sein, der 40-mal vorgesehen ist. Die Ausführung der Sanitärwände dieses Typs ist dann insbesondere bei den Steigleitungen individuell. So hat eine Schachtwand im Erdgeschoss natürlich andere Rohrleitungsdimensionen als im 12. OG. Aus den unterschiedlichen Wandtypen resultieren also viele individuelle Sanitärwände.
  • In der Angebotsphase werden i. d. R. nur die unterschiedlichen Wandtypen ausgeschrieben. Da sich die darauf basierenden, individuellen Sanitärwände kostenmäßig kaum unterscheiden, kann auf dieser Basis auch gut pauschaliert angeboten werden.
  • Nach Auftragsvergabe beginnt der Systemanbieter mit der Fertigungsplanung jeder einzelnen Sanitärwand. Dazu benötigt er vom Architekten die finale Werkplanung, Gebäudeschnitte und die Bad-Detailplanung sowie die TGA-Fachplanung. Darüber hinaus überprüft der verantwortliche Anwendungstechniker von TECE vor Ort die wichtigsten Einbaumaße, z.B. Raummaße und Durchbrüche sowie die Zuwege zu den Aufstellungsorten, Anlieferungs- und Entladeverhältnisse u.a.m.
  • Nach Zeichnungsfreigabe durch das ausführende Unternehmen beginnt die Fertigung der Sanitärwände. Der begleitende Anwendungstechniker ist bei der ersten Anlieferung vor Ort und weist die Monteure des Handwerkers ein. Im weiteren Verlauf des Projektes hält er engen Kontakt zur Baustelle, um z. B. Änderungen frühzeitig zu erkennen.

Wie sieht der Kostenvergleich zu konventionellem Bauen aus?
Da bei den vorgefertigten Baugruppen im Prinzip das gleiche Material verbaut wird wie im konventionellen Einzelteilebau, ist der Materialaufwand auf gleichem Niveau. Hinzu kommen die Kosten für die Vorfertigung im Werk, die auf der Baustelle als Arbeitsaufwand entfallen. Hier ergeben sich grundsätzlich Vorteile, weil der industrielle Prozess deutlich effizienter ist als die Baustellenfertigung. Kürzere Wege, seriell wiederkehrende Arbeitsschritte oder die einfachere Materialvorhaltung sprechen für die Vorfertigung. Zudem entfällt das tägliche Einrüsten des jeweiligen Arbeitsplatzes.
Entscheidend ist aber in der Angebots­phase, wie das anbietende Installationsunternehmen seinen Arbeitsaufwand kalkuliert. Wer erstmalig ein Angebot für die Installation von vorgefertigten Sanitärwänden kalkuliert, schätzt den Arbeitsaufwand erfahrungsgemäß höher ein als mit dem System vertraute Anwender.
Ein weiteres Kriterium für die Kosten ist der Ausstattungsgrad der vorgefertigten Sanitärwände. Je mehr Funktionen (Einbauteile) wie Zähler- und Absperrarmaturen, Abluftgeräte, Heizkreisverteiler oder Frischwasserstationen bereits im Werk vormontiert werden, desto vorteilhafter ist der Kos­tenvergleich zur konventionellen Bauweise.

Autor: Dipl.-Ing. Christian Beike, Redakteur im Corporate Marketing bei TECE

www.tece.de





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