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Heizungskeller statt Garten



Heizungskeller statt GartenBild: Stiebel Eltron
Bild: Stiebel Eltron 
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28. März 2024

Warum die Innenaufstellung von Luft/Wasser-Wärmepumpen eine sinnvolle Option ist
Der Klassiker unter den nachhaltigen Wärmeerzeugern sind im Freien aufgestellte Luft/Wasser-Wärmepumpen. Die Innenaufstellung kommt indes nur selten vor. Dabei bietet die Installation im Gebäude einige Vorteile: So sind die Wärmepumpen hier nicht nur vor Witterungseinflüssen, sondern auch vor Vandalismus und Diebstahl sicher. Bedenken hinsichtlich Geräuschentwicklung und Installationsaufwand sind hingegen in der Regel unbegründet.


Die überwiegende Mehrheit der heute installierten Wärmepumpentypen sind Luft/Wasser-Wärmepumpen. Bislang werden sie fast ausschließlich im Freien aufgestellt, die Innenaufstellung kommt hingegen nur selten vor. Ein Grund dafür sind Vorurteile gegenüber dieser Installationsvariante, die sich nach wie vor in der SHK-Branche halten: Zu kompliziert und aufwendig sei die Montage – so der Tenor. Hinzu kommen Bedenken hinsichtlich der Geräuschentwicklung im Gebäude. Dabei sind diese Vorurteile heutzutage unbegründet. So haben mittlerweile flexible Zu- und Abluftschläuche die einst üblichen unhandlichen starren Rohre abgelöst, wodurch die Realisierung der Luftversorgung deutlich erleichtert wird. Auch eine externe Schall-ent­kopplung, wie sie früher notwendig war, um einer Übertragung an den Gebäudekörper vorzubeugen, ist heute obsolet: Zum einen sind moderne Wärmepumpen mit einem Schallleistungspegel von etwa 50 Dezibel bei normalen Umgebungsgeräuschen nicht lauter als ein Kühlschrank. Zum anderen verfügen sie zumeist bereits über eine serienmäßige integrierte Schallentkopplung: So ist etwa der Kältekreis schwingungsentkoppelt – der Verdichter steht auf einer Platte mit Gummidämpfern. Ebenfalls entkoppelte Druckschläuche zu den Vor- und Rücklaufleitungen des Heizwasserkreislaufs sorgen dafür, dass auch hier keine störende Geräuschentwicklung auftritt. Der Installateur muss somit im Normalfall keine zusätzlichen Schallschutzmaßnahmen ergreifen.

Innenaufstellung: platzsparend, leise, sicher

Spätestens beim Blick auf die zahlreichen Vorteile der Innenaufstellung sollten eventuelle Bedenken endgültig der Vergangenheit angehören. So ist diese Installations-variante das Mittel der Wahl bei dichter Bebauung. In urbanen Umgebungen – etwa in Reihenhaussiedlungen oder in Neubaugebieten mit kleinen Grundstücken – stehen Installateure und Planer oft vor der Herausforderung, im Außenbereich einen geeigneten Standort für die Luft/Wasser-Wärmepumpe zu finden. Grund dafür sind zum einen die geltenden Mindestabstände; zum anderen muss sichergestellt sein, dass der Schall zum Beispiel nicht von einer gegenüberliegenden Hauswand reflektiert wird. Daher lohnt es sich, in solchen Fällen eine Aufstellung im Gebäude in Erwägung zu ziehen. Die Zu- und Abluft werden bei dieser Installationsvariante entweder über ohnehin vorhandene Lichtschächte oder unauffällige Gitterdurchlässe in der Gebäudewand realisiert. Schallgedämmte Luftschläuche reduzieren dabei eventuell auftretende Geräuschemissionen. Zudem stellt die Innenaufstellung auch sicher, dass die Wärmeerzeuger vor Witterungseinflüssen, Diebstahl und Vandalismus geschützt sind. Angesichts der steigenden Zahlen von Diebstählen und mutwilliger Beschädigungen von Wärmepumpen ist dies ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil.

Der richtige Standort
Was aber gilt es bei der Innenaufstellung konkret zu beachten? Wie auch bei der Außenaufstellung muss im ersten Schritt der richtige Aufstellort gefunden werden. Bei Sanierungen ist die nächstliegende und zugleich unkomplizierteste Lösung, den neuen Wärmeerzeuger beim Heizungstausch im Heizkeller bzw. Tankraum zu installieren. Die Räumlichkeiten sind hierfür zumeist ausreichend groß. Im Neubau bietet es sich hingegen an, die Wärmepumpe im Hauswirtschaftsraum unterzubringen. Dabei ist – neben einer ausreichenden Aufstellfläche für die Wärmepumpe – die Einhaltung der im Installationshandbuch vorgegebenen Mindestabstände erforderlich. Diese stellen nicht nur sicher, dass der Wärmeerzeuger bei Wartungs- und Reparaturarbeiten gut zugänglich ist, sondern auch, dass der Raum über das für einen sicheren Betrieb notwendige Mindestvolumen verfügt.
Der Boden sollte eben, tragfähig und wasserunempfindlich sein, da es während des Betriebs zu Kondensatbildung am Verdampfer kommen kann. Ein Bodenablauf ist hier sinnvoll; in vielen Keller- und Hauswirtschaftsräumen sind diese aber ohnehin vorhanden bzw. vorgesehen. In Ausnahmefällen kann bei etwaigen Bedenken hinsichtlich einer Übertragung des Körperschalls die Bodenplatte eingefräst werden, um eine Entkopplungsfläche zu schaffen oder die Wärmepumpe auf ein Podest bzw. einen Sockel gestellt werden, um Schallübertragungen an den Boden zu minimieren.

Luftversorgung elementar
Neben der Wahl des Standorts ist bei der Innenaufstellung von Luft/Wasser-Wärmepumpen auch die Luftversorgung ein entscheidender Faktor. Zunächst müssen hierfür die Öffnungen korrekt dimensi­oniert werden: Damit die Wärmepumpe störungsfrei und geräuscharm arbeiten kann, muss ein ausreichend großer Luftstrom die Luftführung passieren können. Der benötigte Volumenstrom hängt hauptsächlich von der Leistung der Wärmepumpe ab und kann für Einfamilienhäuser circa 3000 m3 pro Stunde betragen. Nach erfolgter Berechnung müssen – falls keine geeigneten Lichtschächte vorhanden sind, durch die eine Luftführung realisiert werden kann – passgenaue Wanddurchführungen in der Hauswand realisiert werden. Zwar bedeutet dieser Arbeitsschritt einen Mehraufwand. Dafür bietet die Innenaufstellung Installateuren aber mehr Flexibilität, da anders als bei der Außenaufstellung mit der Standortwahl nicht automatisch auch die Richtung der Schallausbreitung vorgegeben ist. Zudem gilt: Je länger die Luftschläuche, desto geringer die Schallemissionen im Außenbereich – die Schläuche haben eine ähnliche Wirkung wie Schalldämpfer. Um eine optimale Luftversorgung sicherzustellen, gilt es bei der Anordnung der Kanäle zudem zu berücksichtigen: Im Idealfall sollten sich die Be- und Entlüftungsöffnungen an unterschiedlichen Gebäudeseiten befinden, klassischerweise über Eck. Ist eine Eckaufstellung nicht möglich, muss dennoch ein Mindestabstand von zwei bzw. drei Metern (bei größeren Anlagen) zwischen Ansaug- und Ausblasöffnung gewährleistet sein – ob die Öffnungen sich an derselben Wand oder gegenüberliegenden Wänden befinden, ist dabei unerheblich. So ist ausgeschlossen, dass die von der Luftwärmepumpe ausgeblasene kalte Luft sofort wieder angesaugt wird. Dieser als thermischer Kurzschluss bezeichnete Effekt würde die Effizienz der Wärmepumpe erheblich schmälern. In kritischen Einzelfällen können auch Trennelemente zum Einsatz kommen, die einen thermischen Kurzschluss verhindern.

Vorkonfigurierte Sets erleichtern die Installation
Fachhandwerker, die noch über wenig Erfahrung mit der Innenaufstellung von Luft/Wasser-Wärmepumpen verfügen, sollten den Schulterschluss mit einem Wärmepumpenspezialisten wie Stiebel Eltron suchen. Das Holzmindener Unternehmen bietet vorkonfigurierte Sets mit hohem Vormontagegrad, welche die Installation vereinfachen und beschleunigen. Der Klassiker für den Neubau ist das Integralgerät „LWZ 5 CS Premium“: Das kompakte Gerät ist bereits hydraulisch vorangeschlossen, lediglich die Anschlüsse der Wasser- und Elektroleitungen müssen noch realisiert werden. Eine aufwendige Schallisolierung sowie moderne Invertertechnologie stellen einen leisen und zugleich energieeffizienten Betrieb sicher. Dadurch ist es sogar möglich, die LWZ im Hauswirtschaftsraum neben der Küche oder in der Nähe von Schlafräumen aufzustellen. Es empfiehlt sich hierfür lediglich, die Wärmepumpe auf einem Sockel oder Podest entkoppelt vom Estrich zu installieren. Als zusätzliche Maßnahme können Zwischenwände schallgedämmt und eine schwere dichte Tür eingebaut werden.
Bei Sanierungen im Ein- und Mehrfamilienhaus hat sich das Modell „WPL 19/24 I“ bewährt: Invertertechnologie und die Möglichkeit zur Kaskadierung machen dieses Gerät energieeffizient, langlebig und betriebssicher. Der Nachtmodus reduziert die ohnehin relativ leisen Betriebsgeräusche nochmals zusätzlich. Bedenken hinsichtlich der ungestörten Nachtruhe sind somit unbegründet. Zudem punktet das Set mit einem im Speicher integrierten Wärmepumpenmanager zur noch schnelleren Montage der Gesamtanlage.

Fazit
Eine fachmännische Installation vorausgesetzt, sind Innen- und Außenaufstellung gleichwertige Optionen, die beide ihre Berechtigung haben. Das lässt sich am Beispiel der Schweiz sehr gut belegen: Hier hat man die Vorteile der Innenaufstellung schon vor geraumer Zeit erkannt und begegnet ihr mit weniger Vorbehalten. Deshalb wird in der Alpenrepublik im Durchschnitt bereits jede zweite Luftwärmepumpe innen aufgestellt. Aber auch in Deutschland steigt die Zahl der Innenaufstellungen kontinuierlich. Dabei erlaubt es die Flexibilität dieser Installationsvariante Planern und Installateuren, auch unkonventionelle Lösungen zu finden. So wurde etwa unlängst eine Mönchengladbacher Wohnanlage aus der Nachkriegszeit mit Stiebel Eltron Wärmepumpen modernisiert. Der Clou: Da eine Aufstellung aufgrund der geltenden Mindestabstände weder im Heizungskeller noch im Außenbereich möglich war, wurden die kaskadierten Wärmepumpen hier unter dem Dach untergebracht.





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