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Marktdaten BSW-Solar



Marktdaten BSW-SolarBild: Grammer Solar / R. Ettl – BSW-Solar
Bild: Grammer Solar / R. Ettl – BSW-Solar 
Bild: BSW-Solar 
Grafik: BSW-Solar 
Grafik: BSW-Solar 

1. Juli 2026

BSW-Solar präsentiert aktuelle Marktdaten zur Intersolar

Zur Intersolar Europe und ees Europe in München präsentiert der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW-Solar) aktuelle Marktdaten. Photovoltaik generierte 2025 rund 19 % der deutschen Nettostromerzeugung. Solarparks und Großspeicher sorgten für Wachstum, während Dach-PV und Heimspeicher 2025 rückläufig waren. Für die SHK-Branche gelten PV-Anlagen als Investitionsmotor. Die IKZ hat die Details.

Es ist ein Ergebnis, das Branchenkenner wenig überrascht: Solarenergie ist in Deutschland zu einer der wichtigsten Stromquellen geworden. Allein im vergangenen Jahr generierten die mittlerweile rund 6 Mio. Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 120 GWp rund 19 % der gesamten deutschen Nettostromerzeugung. „Bei der heimischen Stromerzeugung überholte die Photovoltaik im vergangenen Jahr die Braunkohle, die es auf einen Anteil von knapp 14 % brachte und das Erdgas mit einem Anteil von etwa 17%“, teilte der BSW-Solar mit. Lediglich die Windenergie mit einem Anteil von rund 27 % erzeugt mehr regenerativen Strom. Die Zahlen zur Solarstromerzeugung hat BSW-Solar auf Basis von Daten des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme ermitte

PV-Anlagen als Investitionsmotor für die SHK-Branche

Die Solarbranche verzeichnete im letzten Jahr mit ihren rund 120 000 Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von rund 30 Milliarden Euro. Innerhalb des Solarmarktes kam es zuletzt zu Verschiebungen zwischen den Marktsegmenten. Wachstumstreiber sind derzeit vor allem ebenerdig errichtete Solarparks, sogenannte Freiflächenanlagen. Auch Großspeicher und Gewerbespeicher verzeichneten das größte Wachstum. Rückläufig entwickelten sich dagegen der Zubau von PV-Anlagen auf Dächern und von PV-Heimspeichern. 

„Im Gewerbedachsegment mit Anlagen über 30 kWp sank die neu installierte Leistung in den ersten fünf Monaten um rund 30 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Heimsegment mit Anlagen bis einschließlich 30 kWp lag der Rückgang bei rund 12 %“, teilt der Bundesverband mit. Zuletzt habe sich die Nachfrage nach kleinen Solaranlagen nach Branchenbeobachtung jedoch wieder belebt. Dabei gelten PV-Anlagen als „Innovationsmotor“ im privaten Segment: „Photovoltaik ist die Schlüsseltechnologie, auf die weitere Anschaffungen wie das Elektroauto, ein Speicher oder eine Wärmepumpe folgen“, so der Verband und hob damit auch die Bedeutung für die SHK-Branche als Investitionsmotor hervor.

Im Markt für Batteriespeicher lag der Zubau bei PV-Heimspeichern bei 3,9 GWh. Das ist ein Rückgang von 12 %. Mit einem Zuwachs von 23 % kamen die Kleinstspeicher auf eine installierte Speicherkapazität von 0,5 GWh im letzten Jahr. Zwischen Januar und Mai 2026 legten die PV-Heimspeicher wieder um 8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Es wurden 1,41 GWh installiert im Vergleich zu 1,31 GWh. Ebenfalls ein leichter Aufwärtstre

Deutschland behauptet beim PV-Zubau einen internationalen Spitzenplatz: Noch!

International zählt Deutschland weiter zu den größten Solarmärkten: „Mit einem Zubau von über 17 GWp neu installierter Photovoltaikleistung rückte Deutschland 2025 weltweit von Rang fünf auf Rang vier vor.“ Es liegt damit hinter China mit 382 GWp, Indien mit 46 GWp und den USA mit 43 GWp Zubau. Dies geht aus dem Mitte Juni veröffentlichten „Global-Solar-Market-Outlook“ des Verbandes SolarPower Europe hervor. Für das laufende Jahr zeichne sich bislang ein Zubau etwa auf Vorjahresniveau ab: So wurden in den ersten fünf Monaten 2026 mehr als 6 GWp neue Photovoltaikleistung in Betrieb genommen, wie die Auswertung der Daten des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur gezeigt h

Solarstrom erspart Deutschland seit 2020 Kosten in dreistelliger Milliardenhöhe

„Diese 6 GWp in Deutschland installierten Solarstromanlagen haben dem Land in den vergangenen sechs Jahren einen volkswirtschaftlichen Nutzen in dreistelliger Milliardenhöhe gebracht“, sie erzeugten in diesem Zeitraum knapp 390 Milliarden kWh Solarstrom, das geht aus den Berechnungen des BSW-Solar hervor. So wurden zwischen 2020 und 2025 fossile Energieimporte im Wert von über 20 Milliarden Euro ersetzt und zugleich Klimaschadenskosten von bis zu 250 Milliarden Euro vermieden. Nach Angaben des Umweltbundesamtes wurden so zwischen 2020 bis 2025 rund 270 Mio. t CO₂-Äquivalente, netto vermieden.&nb

Deutschland erlebt aktuell einen „Speicherboom“

Dynamischer als der Photovoltaikmarkt entwickelte sich der Markt für Batteriespeicher. In den ersten fünf Monaten 2026 wurden nach bisherigem Datenstand rund 225 000 neue Speicher mit einer Gesamtkapazität von etwa 3,4 GWh in Betrieb genommen. Das sind rund 70 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der deutsche Markt für Batteriespeicher wachse derzeit mit Rekordtempo, so der Verband. 

„Deutschland erlebt derzeit einen Speicherboom. Ob daraus tatsächlich die benötigten Speicherkapazitäten entstehen, hängt entscheidend von den politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen ab“, sagt Carsten Körnig. „Batteriespeicher sind eine Schlüsseltechnologie für die Integration erneuerbarer Energien und damit für den Erfolg der Energiewende.“ Sie können überschüssigen Solar- und Windstrom zwischenspeichern, Netzengpässe reduzieren und den Bedarf an kostspieligen Eingriffen in das Stromsystem verringern.

Derzeit verfügen die in Deutschland betriebenen Batteriespeicher über eine Gesamtkapazität von rund 30 GWh – davon sind rund 6 GWh Großspeicher. Nach einer Analyse der Unternehmensberatung Enervis gelten bis 2029 aber nur lediglich rund 15 GWh zusätzlicher Großspeicherkapazität als vergleichsweise gesichert. „Weitere Projekte mit einer Kapazität von rund 58 GWh befinden sich in Planung, ihre Realisierung ist jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.“

Diesen Umstand kritisierte Carsten Körnig: „Viele Investitionen stehen bereit. Doch zu lange Netzanschlussverfahren und regulatorische Unsicherheiten bremsen den Ausbau. Hier muss die Politik dringend handeln.“ Der BSW-Solar fordert deshalb insbesondere: Neben einer verlässlichen Förderkulisse brauche es bei Netzausbau und Netzanschlussprozessen mehr Tempo und Effizienz, der Speicher-Turbo dürfe nicht regulatorisch ausgebremst werden und die Digitalisierung des Energiesystems müsse massiv beschleunigt werd

Fazit: Ein Ausbau der Solarenergie und Speicher stärkt den Wirtschaftsstandort

„Solarstrom schützt nicht nur das Klima, sondern auch den Wirtschaftsstandort Deutschland. Jede neue Solaranlage senkt unsere Abhängigkeit von Energieimporten und macht Strompreise widerstandsfähiger gegen geopolitische Krisen“, sagt Körnig. „Die Photovoltaik – vor allem in Verbindung mit Batteriespeichern – hat sich zu einem zentralen Baustein für Versorgungssicherheit, Energiesouveränität und wirtschaftliche Stabilität entwickelt.“

Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen gewinne die Solarenergie auch als strategischer Standortfaktor an Bedeutung. Leonhard Gandhi, Leiter der Energy-Charts beim Fraunhofer ISE, erklärt: „Der starke Zubau insbesondere der Photovoltaik seit 2022 trägt entscheidend dazu bei, dass die Auswirkungen der Erdgaspreise auf den Börsenstrompreis dieses Mal deutlich geringer ausfallen. Noch ist der Ausbau der erneuerbaren Energien aber insgesamt nicht ausreichend, um deutlich unabhängiger von geopolitischen Schocks sein zu können.“ 

Rückenwind erhält dieser Kurs auch aus der Bevölkerung: Laut einer aktuellen repräsentativen YouGov-Umfrage sprechen sich rund 70 % der Befragten dafür aus, die Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieimporten durch einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien und Speichertechnologien weiter zu verringe

Hinweis zur Datengrundlage

Berücksichtigt wurden bei der aktuellen Auswertung Inbetriebnahmen von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern in den Monaten Januar bis Mai, die im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur vor dem 16. Juni des jeweiligen Jahres registriert waren. Damit soll die Vergleichbarkeit der Daten gewährleistet werden. Für die jüngsten Monate des Jahres 2026 sind noch Nachmeldungen zu erwarten.

www.solarwirtschaft.de





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