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Urinal im Privatbad: raus aus der Nische



Urinal im Privatbad: raus aus der NischeBild: Duravit
Bild: Duravit 
Bild: Vigour 
Bild: Vitra Bad 
Bild: Ideal Standard 
Bild: Laufen 
Bild: Toto 
Bild: Villeroy & Boch 

12. Juli 2022

Die Hersteller entwickeln innovative Techniken und setzen auf modernes Design

Das Urinal ist hierzulande im privaten Wohnungsbau immer noch eine Sonderausstattung. Dabei sprechen viele Gründe für den hygienischen Komfort rund um das „kleine Geschäft“. Mit neuen Designs und cleverer Technik wollen die Hersteller von Sanitärkeramik das Urinal aus der Nische holen.

Während Urinale im öffentlichen Bereich zum üblichen Inventar von Waschräumen gehören, beziffern alle Hersteller seinen Marktanteil am Privatkundengeschäft maximal auf einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz. Ein Grund dafür dürfte sein, dass häufig im Bad der Platz für ein zusätzliches Sanitärobjekt fehlt. Dort, wo Bäder genügend Raum bieten oder ein Gäste-WC vorhanden ist, scheint das Urinal jedoch zunehmend Anhänger zu finden: Der ein oder andere Anbieter vermeldet steigende Absätze bei den Produktvarianten mit Deckel. Die Vielfalt bietet gute Voraussetzungen dafür, dass sich das Urinal auch bei Privaten einen festen Platz erobert.

Manuell oder elektronisch
Bei der Ausführung können Bauherren, Betreiber oder Planer aus diversen Produktvarianten wählen: wandmontiert oder als Standmodell, mit selbstschließender, manueller Spülauslösung oder elektronischer Steuerung, für Aufputz- oder Unterputzmontage, mit Zulauf von oben oder von hinten. Wie bei der WC-Keramik spielt das spülrandlose Design eine immer größere Rolle, während die wasserlose Variante des Urinals für private Bauherren und Renovierer vermutlich seltener infrage kommt. In der Renovierung lassen sich ggf. vorhandene Spülsysteme übernehmen; hier empfiehlt sich aber, die Anschlussfähigkeit zu überprüfen. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift auf Paketlösungen der Hersteller zurück, die Urinale mit darauf abgestimmten haus­eigenen Spülsystemen kombinieren.

Formvollendet und hygienisch
Im gehobenen Privatbad ist ein Kriterium bei der Auswahl von Bedeutung, nachdem die Entscheidung für ein Urinal gefallen ist: Dessen Formensprache muss zur Gesamtgestaltung und zum jeweiligen Stil passen. Wer organisch-gerundetes Design an Waschtisch und WC bevorzugt, wird mit einem mehr oder weniger eckigen Urinal nicht glücklich sein, umgekehrt ist die expressive oder sogar bauchige Formgebung bei einem eher klaren, geometrischen Bad deplatziert. Um die Auswahl einfacher zu gestalten, bieten viele Keramikhersteller Urinale in Designserien aus den Studios solch namhafter Gestalter wie Philippe Starck an, deren Formgebung – egal ob rund, oval oder eckig – auf die ­übrige Keramik abgestimmt ist.
Da das Bad in der heutigen Architektur des Wohnens die Rolle des Wohlfühlraums übernommen hat, spielen hier, beim Einsatz von Urinalen, Hygiene und Sauberkeit eine herausragende Rolle. Dabei geht es vor allem um die Vermeidung unangenehmer Gerüche. Aus diesem Grund werden im privaten Wohnumfeld Varianten mit Urinaldeckel bevorzugt, zumal dieser ähnlich wie der WC-Deckel bei den übrigen Bewohnern für Wohlgefühl sorgt. Viele Modelle setzen überdies auf einen speziellen Siphon, der Gerüche absaugt. Sauberkeit und einfache Reinigung sollen auch antibakterielle und schmutzabweisende Spezialglasuren wie „KeraTect“ (Geberit) und „Cefiontect“ (Toto) bzw. Oberflächenveredelung wie „WonderGliss“ (Duravit) oder „CeramicPlus“ (Villeroy & Boch) sicherstellen. V & B führt zudem an, dass eine spritzhemmende Wasserführung und seine „DirectFlush“-Technologie eine Beschmutzung der umliegenden Bereiche effektiv verhindern.
Ein Überblick über die Sortimentsvielfalt bei den führenden Herstellern (in ­alphabetischer Reihenfolge).

Duravit
Mehr als 30 Modelle hat der Schwarzwälder Keramikhersteller im Angebot: serien­unabhängige Produkte ebenso wie Bausteine seiner Designserien. Da wäre etwa das sehr schmale „Starck 3“ zu erwähnen, das sich mit einer Breite von nur 245 mm besonders für Privatbäder mit begrenztem Platzangebot eignet. Aus der Feder des französischen Designers stammt ebenso „ME by Starck“, dessen spülrandlose Keramiken „besonders wassersparend“ sind. Die Duravit-spezifische Oberfläche „HygieneGlaze“ mit antibakterieller Wirkung steht ebenso zur Verfügung wie die in die Keramik eingebrannte Beschichtung „WonderGliss“ für einfachen Pflegeaufwand. Als Detail, das für mehr Treffsicherheit sorgen soll, bietet Duravit die optionale, im Urinal eingedruckte Zielfliege. 

Geberit
Innerhalb des Geberit-Urinalsystems sind sämtliche Komponenten wie Keramik, Siphon oder Urinalsteuerung aufeinander abgestimmt. Das umfassende Sortiment vereinfache die Planung und Installation auf Basis des durchgängigen Designs im gesamten Bad, zeigt sich das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz überzeugt. Und für den Wartungsfall gilt: Alle funktionalen Komponenten der spülrandlosen Urinale sind zugänglich, ohne dass die Keramik entfernt werden muss. Angeboten werden wahlweise eine Unterputz-Steuerung, eine integrierte Spülauslösung mit einer Steuereinheit unterhalb der Keramik oder wasserloser Betrieb.

Ideal Standard
Das Produktangebot umfasst insgesamt 14 Urinale in drei Designlinien für unterschiedliche Ansprüche im Bad/Gäste-WC. Die aktuelle Linie „Sphero“ bietet Urinale in drei Größen mit einer tiefen, konkaven Öffnung. Die Länge der wandhängenden Keramik hat wahlweise ein kompaktes Format, 370 mm („Sphero Mini“), 550 mm („Midi“) oder eine kelchartige Ausführung von 620 mm („Maxi“). In der Kollektion „Connect“ ist zudem eine Variante mit Deckel verfügbar.

Laufen
Der Schweizer Hersteller hat sich nach eigenem Bekunden zum Ziel gesetzt, das Image von Urinalen „mit frischem Design und cleveren Funktionen aufzuwerten“. Dazu beitragen soll das spülrandlose Premiummodell „Val“, wahlweise mit oder ohne Deckel, in Weiß, Mattweiß und Schwarz und bei Bedarf mit einer elektronischen Steuerung. Zudem wartet Laufen mit einer Fortentwicklung des Urinals „Antero“ auf: spülrandlos, mit elektronischer Steuerung. Der Keramikkörper ist bei „Antero“ kein Zylinder oder Konus, sondern wölbt sich aus einer rechteckigen Keramikplatte heraus. Den design-orientierten Privatkunden wird möglicherweise auch das rundliche Urinal aus der Serie „IlBagnoAlessi One“ (wahlweise mit Deckel) ansprechen.

Toto
Der japanische Hersteller erhebt nach eigenen Angaben den Anspruch, dass sein Urinal auf den ersten Blick das Gefühl vermittelt, dass es sich um ein sauberes Produkt handelt, dem man sich gern nähert. Charakteristisch sind Randlosigkeit und die große Ausladung, die den Benutzer automatisch den Blick nach unten richten lässt und damit buchstäblich zielführend wirkt: „Ein klarer Hygienevorteil“, meint Toto, was zu mehr Harmonie bei allen Badbenutzern beitrage. Eine Besonderheit ist die widerstandsfähige Glasur „Cefiontect“.

Vigour
Vigour bietet Urinale in fünf zeitlos-puristischen Designlinien an, die als Unterputzmodelle mit Drückerplatte oder berührungsloser Auslösung und zudem als Aufputzvariante verfügbar sind. Im Neubau sind vor allem die Unterputzvarianten gefragt, so der Anbieter aus Berlin. „Wenn Urinale im Privatbereich zum Einsatz kommen, dann zu 95 % mit Deckel“, berichtet Alexander Gelsdorf, Geschäftsführer Vigour. AP-Modelle mit Druckspüler (oder Sensor) richten sich vor allem an Badsanierer.

Villeroy & Boch
Der Keramikspezialist aus Mettlach setzt nach eigener Aussage mit seinen Urinalen für das Privatbad „auf ganzer Linie auf Design für höchste Ansprüche an moderne, individuelle Badgestaltung“. So will die Kollektion „Venticello“ mit seinen dünnen, filigranen Kanten und präziser Linienführung überzeugen. Die Deckel aus Duroplast sind mit „SoftClosing“-Funktion ausgestattet. Für den Kunden, der klassisch-geometrisches Design bevorzugt, sind drei Modelle aus der Serie „Architectura“ im Portfolio, in deren Formgebung Halbkreis und Rechteck verschmelzen. Ihr flexibler Zulauf und der um 55 mm höhenverstellbare Ablauf vereinfacht die Montage. Weiteres Plus: Das Kartuschen-System „ViChange“ ermöglicht den werkzeuglosen Tausch des Siphons, ohne dass der SHK-Profi dafür das Urinal von der Wand nehmen muss.

VitrA Bad
Der Komplettbadhersteller mit türkischen Wurzeln hat jüngst mit der Neuheit „Liquid“ seine Kooperation mit dem namhaften britischen Designer Tom Dixon vorgestellt. Die Neuheit zeichnet sich durch weiche, voluminöse Formen aus und umfasst ein Urinal, das mit dem wulstigen Rand eine markante Optik in das design-orientierte Bad bringt. In die Keramik ist eine elektronische Steuerung integriert. Eine weitere, ausdrucksstarke Optik, die Design-Fans anspricht, findet sich bei dem Urinal aus der
Serie „Istanbul“ – auch in Schwarz erhältlich.





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