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Förderungen für Grau- und Regenwasseranlagen



Förderungen für Grau- und RegenwasseranlagenErstellt mit KI / ChatGPT
Erstellt mit KI / ChatGPT 

8. September 2026

Angesichts von Dürre und Hitzeperioden gewinnt das Thema Wassersparen in Industrie und Haushalt an Bedeutung. Neben dem KfW-Förderkredit für Grauwasseranlagen gibt es regional weitere Zuschussprogramme – etwa für Regenwasseranlagen und -zisternen

Unternehmen können Investitionen in Anlagen zur Wiederverwendung von Grauwasser über das KfW-Umweltprogramm 240/241 finanzieren. Förderfähig sind Anlagen, die aufbereitetes Grauwasser oder Abwasser als Betriebswasser oder in Produktionsprozessen nutzen. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Regenwassernutzungsanlagen für eine Förderung infrage kommen: Das Programm umfasst generell Maßnahmen zur Kreislaufführung von Wasser und zur Wassereinsparung, die den Wasserbedarf reduzieren. Die IKZ fasst die aktuell geltenden Regelungen zusammen und wirft auch einen Blick auf regionale Finanzierungsangebote für Regenwasseranlagen.

Über den KfW-Förderkredit im Programm 240/241 können bis zu 100 % der Investitionskosten finanziert werden [1]. Der Kredit beträgt regulär bis zu 25 Mio. Euro pro Vorhaben; einen Mindestbetrag gibt es nicht. Möglich sind Laufzeiten von bis zu 20 Jahren mit bis zu drei tilgungsfreien Anlaufjahren. Antragsberechtigt sind insbesondere gewerbliche Unternehmen mit mehrheitlich privatrechtlicher Beteiligung sowie Freiberufler. Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens erfolgen.

Ein zusätzliches Fördermodul für „Natürliche Klimaschutzmaßnahmen in Unternehmen“ sah für die Grauwassernutzung Tilgungszuschüsse von 40 bis 60 % vor. Für dieses Modul ist die Antragsfrist nach Angaben des Bundesumweltministeriums inzwischen jedoch abgelaufen. Die Förderrichtlinie selbst ist formal bis zum 31. Dezember 2026 befristet. Neue Anträge in diesem Fördermodul sind derzeit nicht möglich.

Förderung für Regen- oder Grauwasseranlagen

Neben dem bundesweiten KfW-Umwelt-programm bestehen regional eigene För-derangebote von Ländern, Kommunen und örtlichen Versorgern. Ein Beispiel ist das Land Bremen: Über das Förder-programm „Schwammstadt“ werden in Bremen und Bremerhaven ausdrücklich auch Anlagen zur Nutzung von Regenund Grauwasser unterstützt [2]. Gefördert werden Neuinstallationen und Nachrüstungen. Bei Grauwasser muss das genutzte Wasser aus der Körperreinigung stammen. Für Regen- und Grauwasseranlagen beträgt der Zuschuss grundsätzlich bis zu 40 % der förderfähigen Kosten, maximal 5 000 Euro. Wird ein Regenwasserspeicher ausschließlich zur Gartenbewässerung genutzt, beträgt die Förderung bis zu 25 %, maximal 1500 Euro. Gefördert werden nur freiwillige Maßnahmen; mit dem Vorhaben darf grundsätzlich erst nach der Bewilligung begonnen werden. Die Förderrichtlinie ist bis zum 31. Dezember 2027 befristet.

In Hamburg fördert die Hamburgische Investitions- und Förderbank beispielsweise Regenwasserzisternen ab 2000 l zur Bewässerung von Gärten und Grünflächen [3]. Privatpersonen können 40 % der Kosten und höchstens 1 500 Euro je Grundstück erhalten. Bei Unternehmen und sonstigen Organisationen beträgt die Förderung 30 % und maximal 3000 Euro. Auch hier muss der Förderantrag vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Die Förderrichtlinie ist derzeit bis zum 30. Juni 2027 befristet. Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen ist grundsätzlich möglich.

Eine vergleichsweise umfangreiche kommunale Förderung bietet Frankfurt am Main. Über den städtischen „Klimabonus“ wird die Regenwasserspeicherung grundsätzlich mit 50 % der förderfähigen Kosten unterstützt [4]. Antragsberechtigt sind auch Unternehmen. Förderfähig sind unter anderem Zisternen und andere Regenwasserspeicher sowie Planungs-, Erd-, Installations- und Bewässerungstechnik. Nicht gefördert werden dagegen Technik und Leitungen zur Nutzung des Regenwassers als Betriebs- oder Brauchwasser innerhalb von Gebäuden. Für Unternehmen gelten zusätzlich beihilferechtliche Obergrenzen; bei großen Unternehmen beträgt der maximale Fördersatz 40 %. Mit der Maßnahme darf erst nach der Förderzusage begonnen werden. Das Programm läuft nach Angaben der Stadt voraussichtlich mindestens bis Ende 2026.

Zuschüsse für Zisternen

Weitere Zuschüsse gibt es beispielsweise in Darmstadt. Dort werden neue Zisternen ab einem Volumen von 2 000 l abhängig von ihrer Größe mit 200 bis 500 Euro gefördert [5]. Wird das gesammelte Regenwasser zusätzlich im Gebäude für Toilettenspülung oder Waschmaschine genutzt, erhöht sich der Zuschuss um 200 Euro. Antragsberechtigt sind auch kleine und mittlere Unternehmen. Anders als bei vielen anderen Programmen wird der Förderantrag in Darmstadt erst nach Kauf und Inbetriebnahme der Zisterne gestellt.

Freiburg hat seine Förderung für Regenwassermanagement ausgeweitet. Im Förderprogramm „GebäudeGrün hoch³“ werden unter anderem Zisternen, Versickerungsmulden und Mulden-Rigolen-Systeme unterstützt [6]. Der Zuschuss beträgt bis zu 60 % der förderfähigen Kosten, maximal 3000 Euro je Liegenschaft. Zisternen müssen mindestens 1000 l fassen. Antragsberechtigt sind auch Unternehmen. Antrag und Bewilligung müssen vor Umsetzung der Maßnahme erfolgen.

Daneben können Städte und örtliche Wasserversorger eigene Programme anbieten. So bezuschussen etwa die Stadtwerke Versmold Regenwassernutzungsanlagen abhängig vom Speichervolumen mit bis zu 300 Euro [7]. Für Bauherren, Fachhandwerker und Planer kann es sich daher lohnen, neben den bundesweiten KfW-Programmen auch die Förderangebote des jeweiligen Bundeslandes, der Kommune und des örtlichen Wasserversorgers zu prüfen.

Literatur:

[1] www.kfw.de/240

[2] www.klimaanpassung.bremen.de/klimaanpassung/foerderprogramme/foerder­programm-schwammstadt-24682

[3] www.ifbhh.de/foerderprogramm/regenwasserzisternen

[4] https://frankfurt.de/de-de/themen/klima-und-energie/stadtklima/klimabonus

[5] https://digitales-rathaus.darmstadt.de/lebensbereiche/planen-bauen-wohnen/dienstleistungen/foerderprogrammzisternen-und-grauwasserrecyclinganlagen

[6] https://www.freiburg.de/pb/1700720.html

[7] www.stadtwerke-versmold.de/initiativenund-foerderung/foerderprogramme





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