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Eine Assistenz namens Kai



Eine Assistenz namens KaiBild: Erstellt vom Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk mit DALL-E 3.
Bild: Erstellt vom Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk mit DALL-E 3. 
Erstellt mit KI 

17. Juni 2026

Kai im Arbeitsalltag – Auswahl, Einstellung, Einarbeitung, Qualifizierung (Teil 17)

In nunmehr 16 Beiträgen haben wir uns angeschaut, wer oder was Kai ist und wie Kai Sie unterstützen kann. Doch wie läuftdie Auswahl, Einstellung und Einarbeitung? Wie können Sie Kai in Ihrem Unternehmen implementieren? Insgesamt sechs Schritte sind dafür notwendig. Die ersten drei Schritte waren Inhalt des letzten Beitrages. Heute werden wir uns die letzten drei Schritte – siehe Textkasten – detailliert anschauen. Damit endet diese Serie.

Starten wir also mit Schritt 4: Lösungen identifizieren. Bei der Auswahl kann unterschieden werden nach Lösungen, die sie selbst entwickeln – vielleicht sogar mit Hilfe von KI – oder die zugekauftwerden sollen. Wir gehen im Weiteren davon aus, dass Sie die Lösung zukaufen möchten. So dass wir im vierten Schritt, die ausgewählten KILösungen in einem kleinen, überschaubaren Rahmen erproben. Ziel ist nicht, sofort den ganzen Betrieb umzustellen, sondern herauszufinden, ob das Werkzeug auch umsetzbar ist. Denn aus den verschiedenen Lösungen gilt es nun die Lösung zu finden, welche für eine Implementierung in Ihrem Betrieb in Betracht kommt. Diese Identifikation läuftin zwei Stufen ab.

Zuerst werden alle ausgewählten Tools evaluiert und erprobt und in der zweiten Stufe wird das ausgewählte Tool in einem kleinen Team bzw. an einem Pilotprojekt – je nach Art der Umsetzungsidee – umfangreich getestet. Sie prüfen also die verschiedenen Lösungen auf ihre Nutzerfreundlichkeit, Praktikabilität und vor allem im Hinblick auf die festgelegten Kriterien und Ihre neuen Abläufe. Denn jede Art der Digitalisierung bzw. des Einsatzes eines neuen Werkzeuges führt zu einer Veränderung im Ablauf. Um die Abläufe zu verifizieren, werden diese in der zweiten Testphase komplett mit dem KI-System erprobt. Dabei werden auch alle Schnittstellen und Daten getestet und ggf. Anpassungen vorgenommen.

6 Schritte für eine erfolgreiche Einführung von Kai im Unternehmen

  1. Schritt | Beobachten | Analyse des IST-Zustandes
  2. Schritt | Handlungsbedarf entdecken | Entwicklung einer Strategie
  3. Schritt | Herausforderung formulieren | Auswahl geeigneter Lösungen
  4. Schritt | Lösung identifizieren | Test der Lösungen und der Prozesse in Pilotprojekten
  5. Schritt | Umsetzung | Implementierung und Nutzung im gesamten Betrieb
  6. Schritt | Prozessmanagement | Skalierung und Weiterentwicklung

Ziele und Erwartungen festlegen

Legen Sie eine Bewertungsmatrix fest, um die passendste Lösung zu identifizieren. Bestandteil der Bewertungsmatrix sollten neben den Zielen bzw. Erwartungen an das neue System auch der Terminplan, Kostenrahmen, technische und rechtliche Rahmenbedingungen und die Datenverfügbarkeit sein. Am Ende dieser Phase steht eine fundierte Entscheidung: Bewährt sich die Lösung, kann sie im ge- 6 Schritte für eine erfolgreiche Einführung von Kai im Unternehmen samten Betrieb eingeführt werden. Wenn nicht, wird nachgebessert oder eine Alternative ausgewählt.

War die Pilotphase erfolgreich und soll die Lösung im gesamten Betrieb implementiert werden, stehen wir bei Schritt fünf. Die Phase der Implementierung muss genau geplant werden. Dabei geht es nicht nur um die technische Einführung, sondern auch um organisatorische Veränderungen. Systeme müssen eingerichtet, Schnittstellen geschaffen und Mitarbeitende geschult werden.

Voraussetzungen, die besonders zu beachten sind:

  • Sind alle notwendigen Geräte, wie Smartphones, Tablets, PCs, Sensoren, Kameras etc. vorhanden?
  • Sind die bestehenden Systeme kompatibel?
  • Gibt es ausreichend Speicherplatz und Serverkapazität?
  • Funktionieren die Schnittstellen zwischen KI-Tool und bestehenden Programmen?
  • Wurde die Datensicherheit wie Zugriffsrechte, Rollenmodelle etc. geprüft?

Wichtig ist, die Einführung schrittweise zu gestalten. Erstellen Sie einen umsetzbaren Zeitplan. Statt alle Arbeitsbereiche gleichzeitig umzustellen, muss in klar definierten Etappen vorgegangen werden. Es muss ausreichend Zeit eingeplant werden, um Fragen zu klären, Abläufe anzupassen und Erfahrungen zu sammeln. Ebenso wichtig ist es, Unterstützung anzubieten – etwa durch kurze Schulungen oder einfache Anleitungen, die den Umgang mit der neuen Lösung erklären. Eine erfolgreiche Umsetzung zeichnet sich dadurch aus, dass die Lösung nicht als Zusatzaufgabe empfunden wird, sondern sich nahtlos in den Arbeitsalltag einfügt. Die Mitarbeitenden sollen merken: Kai hilftuns, nimmt Arbeit ab, schafftÜbersicht und verbessert die Qualität.

Mitarbeiter auf Veränderungen vorbereiten

Dabei ist unverzichtbar, dass alle Mitarbeitenden auf diese Veränderung vorbereitet werden. Und dieses sogenannte Change- oder Veränderungsmanagement startet nicht erst jetzt, sondern schon mit dem ersten Schritt, der Analyse des IST-Zustandes. Umso besser sie sich gesehen fühlen, umso einfacher verläuftder Veränderungsprozess. Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ und auch wenn der Weg beschwerlich ist, halten wir gern an alten – wenn auch schlechten – Routinen fest. Und so stoßen wir immer an den Punkt, wo wir uns fragen, warum wir die Änderung überhaupt vornehmen. Aber: Wir können durch eine gute Vorbereitung die Täler im Veränderungsprozesses nicht so tief werden lassen und so schneller den Gipfel erklimmen. Bei der Umsetzung sollten positive Ergebnisse sichtbar gemacht werden, z. B. durch Zeitersparnisse oder weniger Fehler. Aber dennoch läuftein Veränderungsprozess immer gleich ab und auch darauf gilt es die Mitarbeitenden vorzubereiten.

Nach der Einführung beginnt die Phase der kontinuierlichen Evaluierung. KILösungen entwickeln sich weiter – und auch der Betrieb verändert sich. Deshalb braucht es ein aktives Prozessmanagement. Dazu gehört, regelmäßig zu überprüfen, ob die Lösung weiterhin den gewünschten Nutzen bringt und wo Verbesserungen möglich sind. In dieser Phase wird auch über Skalierung nachgedacht: Kann die Lösung in weiteren Bereichen eingesetzt werden? Lassen sich zusätzliche Funktionen aktivieren? Gibt es neue Werkzeuge, die zum Betrieb passen könnten? Viele Handwerksbetriebe stellen fest, dass sich durch die ersten Erfahrungen neue Ideen ergeben. Ebenso wichtig ist es, die Datenqualität im Blick zu behalten. KI-Systeme funktionieren umso besser, je besser die Daten sind, die sie erhalten. Deshalb sollten Standards entwickelt werden: Wie werden Daten erfasst? Wer ist verantwortlich? Wie werden mögliche Fehler korrigiert? Prozessmanagement bedeutet auch, im Austausch zu bleiben – intern mit den Mitarbeitenden und extern mit Anbietern oder Partnerbetrieben. Regelmäßige Feedbackrunden helfen, Potenziale zu erkennen und Herausforderungen frühzeitig zu lösen. Lebenslanges Lernen ist also nichts nur für den Menschen, sondern auch bei Kai ein Th ema. Und so ist ein Digitalisierungsprojekt kein Projekt mit einem festen Ende. Es hat eine fortlaufende Entwicklung. Dennoch, wenn Sie diesen Weg aktiv gehen, werden Sie langfristig profitieren – durch effizientere Abläufe, bessere Qualität und mehr Zeit für das Wesentliche.

Autorin: Dr.-Ing. Martina Schneller, Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk | Schaufenster Krefeld

www.handwerkdigital.de

www.mittelstand-digital.de





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