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StartseiteWissen„96 % würden sich rückblickend erneut für eine Wärmepumpe entscheiden“
Bild: IKZ; Datenquelle: forsa-Umfrage im Auftrag des BWP2. September 2026
Berlin. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa hat 2026 die repräsentative Online-Umfrage „Einschätzungen zur Wärmepumpe“ im Auftrag des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) erneut durchgeführt. Diesmal wurden 801 Hausbesitzer befragt, die in ihrem Bestandsgebäude eine Wärmepumpe installiert haben. Das Ergebnis: Eine sehr hohe Zufriedenheitsrate (94 %) und eine Veränderung der Kaufmotive. Die IKZ hat die Details.
40 % mehr im ersten Halbjahr: Der Wärmepumpen-Absatz in Deutschland hat sich deutlich erhöht, das zeigen die Zahlen des BWP Anfang August. Sehr zufrieden mit der neuen Wärmepumpe im Bestandsgebäude waren bei der jüngsten Umfrage 70 %, das sind 3 % mehr als im Jahr davor. Eher zufrieden mit der neuen Wärmepumpe waren 24 %, in Summe also 94 %. Leicht erhöht, um 2 % gegenüber dem letzten Jahr, hat sich die Zahl derjenigen, die eher unzufrieden sind mit ihrer Kaufentscheidung. Trotzdem bleibt die Gesamtzahl derer, die sich wahrscheinlich bzw. auf jeden Fall erneut für eine Wärmepumpe entscheiden würden, mit 96 % unverändert hoch.
81 % der Befragten haben sich aus Klima- und Umweltschutzaspekten für eine Wärmepumpe entschieden. Das waren 9 % mehr als im Jahr davor. Um 14 %-punkte erhöht, hat sich der Aspekt Kosteneinsparung: Dies war für 61 % der Befragten einer der Gründe für eine Wärmepumpe. Er landete damit auf Platz vier, direkt hinter dem Aspekt „Versorgungssicherheit/Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen“, der für 67 % ein Grund für ihre Entscheidung war. 61 % waren es 2025. Nahezu unverändert mit 73 % auf dem zweiten Platz blieb der Aspekt öffentliche Förderung.
Im Zuge dieser Umfrage hat die Forsa auch die Besitzer einer Öl- oder Gasheizung befragt, deren aktuelle Heizung mindestens 15 Jahre alt ist. Sie wollte unter anderem wissen: Wie gut sind sie über die aktuellen Fördermöglichkeiten einer Wärmepumpe informiert? 65 % gaben an, weniger gut (52 %) bzw. gar nicht (13 %) Bescheid zu wissen. Das sind 5 %-punkte mehr als im Jahr davor. Gestiegen ist auch die Zahl derer, die in den kommenden fünf Jahren einen Heizungstausch durchführen wollen: 15 % gaben „innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre“ an und 14 % innerhalb der nächsten fünf Jahre. 2025 lag dieser Anteil noch bei 10 bzw. 11 %.
Für 64 % der befragten Gruppe käme bei einem zukünftigen Heizungswechsel eine Wärmepumpe in Frage. Das ist eine Steigerung von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Erhöht hat sich dabei vor allem der Anteil derjenigen, die „auf jeden Fall“ angegeben hat: Von 19 auf 33 %. Das dürfte in etwa die aktuelle positive Marktlage auch widerspiegeln. Bleibt noch die Frage, was sind die Gründe, die aktuell gegen die Anschaffung einer Wärmepumpe sprechen würden? Mit 67 % auf dem ersten Platz lagen die „zu hohen Anschaffungskosten“, gefolgt von „zu hohen Strompreisen“ mit 57 %. Über die Hälfte der Befragten (52 %) gab an, dass eine Wärmepumpe langfristig nicht wirtschaftlich sei. Lediglich jeder zehnte gab an, dass es in seinem Bekanntenkreis schlechte Erfahrungen mit einer Wärmepumpe gegeben habe.
Doch diesen Punkt wollte das Umfrageinstitut noch einmal genauer ergründen und fragte auch die Besitzer einer Öl- oder Gasheizung, deren Heizung weniger als 15 Jahre alt ist: Als sie die Entscheidung für die aktuelle Heizung getroffen haben, welche Gründe sprachen gegen eine Wärmepumpe? Auch hier nannte die Mehrheit (42 %) „zu hohe Anschaffungskosten“. Gegenüber 2025 ist das sogar eine Steigerung um 10 %. Für 33 % stand eine Wärmepumpe gar nicht zur Diskussion (43 % gaben dies 2025 noch an) und 24 % der Befragten sagten: „Das Haus eignet sich laut Fachhandwerker technisch nicht für den Einsatz einer Wärmepumpe“.
Lediglich für 17 % der Befragten waren zu hohe Strompreise ausschlaggebend und nur 7 % gaben an, dass sie eine Wärmepumpe langfristig für nicht wirtschaftlich halten. Lediglich 2 % der Befragten nannte „schlechte Erfahrungen im Bekanntenkreis als Grund, warum die Entscheidung gegen eine Wärmepumpe gefallen ist.
Die Bereitschaft bei einem Heizungstausch auf eine Wärmepumpe zu setzen, ist also grundsätzlich gestiegen und das spiegelt sich auch in den aktuellen Markt- und Absatzzahlen. Auch erste Auswertungen bei der Zahl der gestellten Förderanträge deuten auf einen weiteren Zuwachs hin, obwohl die Förderbedingungen geändert wurden. Für das Fachhandwerk dürfte gerade in diesem Bereich der Beratungsbedarf noch einmal gestiegen sein.
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